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Die neuen Verkehrsregeln für 2018 – das ändert sich

Alle Jahre wieder: Mit dem Wechsel zum neuen Jahr treten für Fahrzeughalter neue Regeln in Kraft. Wir verschaffen Ihnen eine Überblick, was sich 2018 ändert.

Alpine-Zeichen für Ganzjahresreifen

Ob ein Reifen für den Einsatz im Winter zugelassen ist, wird zukünftig das Alpine-Symbol kennzeichnen. M+S-Ganzjahresreifen mit dem Produktionsdatum bis zum 31.12.2017 dürfen noch bis zum 30. September 2024 ohne das Zeichen bei winterlichen Straßenverhältnissen  gefahren werden. Außerdem steigt das Bußgeld für bei Missachtung der Winterreifenpflicht: von 60 € auf 75 €. Kommt es zu einer Gefährdung, dann fällt die Strafe höher aus. Der Fahrzeughalter wird ebenfalls mit einem Punkt und einer Geldbuße belangt. Auch wenn er selbst nicht im Auto saß.
Das Alpine-Symbol erkennen Sie an der Schneeflocke in einem dreispitzigen Berg.

Kfz-Steuer bei neuer Typenzulassung

Neufahrzeuge, die nach dem 01.09.2018 eine Typengenehmigung erhalten, fallen unter die neue Berechnung der Kfz-Steuer. Diese Regelung betrifft ganz neue Modelle und neue Generationen. Modelle mit einer vorher erteilten Typenzulassung sind nicht betroffen. Selbst wenn sie erst nach dem Stichtag produziert wurden. Verbrauch und CO2-Ausstoß fließen in die Steuer ein. Der Grund für die Änderung ist, dass die Testverfahren WLTP und RDE den NEFZ ersetzen. Der NEFZ steht in der Kritik die Abgaswerte unrealistisch darzustellen. Unter realen Bedingungen auf der Straße steigen sie durchschnittlich um 42%.

Notrufsystem eCall für Neuwagen

Alle neuen Pkw in der EU müssen ab April 2018 mit eCall ausgestattet sein. Das Notrufsystem verständigt selbstständig bei einem Unfall den europäischen Notruf 112 und übermittelt relevante Daten wie Standort, Uhrzeit und Fahrtrichtung. Auch wenn die Insassen bewusstlos oder handlungsunfähig sind werden Helfer schnellstmöglich alarmiert. Das soll die Anzahl der Todesopfer um 10% senken.

Ausweitung der Mautpflicht für Lkw

Ab Juli 2018 wird das Streckennetz, das von der Lkw-Maut betroffen ist, ausgeweitet. Bisher galt die Gebühr für Lastwagen mit über 7,5 t Gesamtgewicht auf allen Autobahn und wenigen Bundesstraßen. Im Sommer werden fast alle Bundesstraßen ebenfalls kostenpflichtig sein. Mit zusätzlichen Einnahmen von etwa zwei Millionen Euro wird gerechnet.  Schausteller, Fernbusse und landwirtschaftliche Fahrzeuge mit Geschwindigkeitsbegrenzung von 40 km/h bleiben von der Mautpflicht weiterhin ausgenommen.

Die Regionalklassen der Kfz-Versicherung 

Die Regionalklassen tragen wesentlich zur Höhe des Versicherungsbeitrages bei. Sie berechnen sich aus der Schadensstatistik eines Modells in jedem der 413 Zulassungsbezirke. Demnach kann die Regionalklasse in ländlichen Gebieten gravierend von der in Hamburg oder Berlin abweichen. Es existieren zwölf Klassen für die Haftpflichtversicherung, sechzehn für die Teilkasko und neun für die Vollkaskoversicherung. Auf die Berechnung der Kasko-Regionalklasse wirken Diebstähle und ortstypische Wetterbedingungen mit ein. Der Gesamtverband der Deutschen Verkehrswirtschaft veröffentlicht einmal jährlich die aktualisierten Ergebnisse. 

Fahrverbote für Diesel

Im Februar 2018 wird in Leipzig das Bundesverwaltungsgericht eine Entscheidung zu Fahrverboten für Dieselfahrzeuge treffen. Ausschlaggebend sind die Stickoxid- und Feinstaubbelastungen in Stuttgart, Baden-Württemberg. Im Sommer 2017 sprach das Verwaltungsgericht ein ganzjähriges Verbot für alte Diesel-Fahrzeuge ab Januar 2018 aus. Die Maßnahmen gegen die Luftverschmutzung reichten nicht aus, um die gesetzlich vorgeschriebenen Werte einzuhalten.

Abgasmessung am Endrohr im Rahmen der AU

Bei der Abgasuntersuchung werden ab 01.2018 die Emissionen direkt am Auspuff überprüft. Manipulationen sollen dadurch erschwert werden und Schäden fallen schneller auf.