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Leise rieselt der Schnee: Scheiben richtig enteisen

Lange Nächte, kurze Tage: Morgens bei Dunkelheit in klirrender Kälte vor einem vereisten Auto zu stehen braucht kein Mensch. Wer im Freien parkt kommt oft nicht drum herum. Der Handel bietet verschiedene Mittelchen um die unbequeme Arbeit zu erleichtern. Wir haben für Sie nützliche Tipps und Ratschläge zusammengestellt.

Schneeflöckchen, Weißröckchen – die ganze Nacht

Ist Ihr Fahrzeug unter der Schneedecke kaum noch erkennbar, dann hilft nur der Kehrbesen und im Extremfall eine Schaufel, alternativ ein Kehrblech. Im Fachhandel gibt es speziell kombinierte Besen- und Eiskratzer. Legen Sie die Utensilien schon griffbereit ins Fahrzeug, eventuell mit einer Plastiktüte, damit die schmelzenden Schneereste nicht die Fußmatten einnässen. Zudem haben sich mollige, wasserdichte Handschuhe bewährt: Die Finger bleiben schön warm. Wischen Sie den Schnee oberhalb der Tür weg, damit er beim Öffnen nicht ins Auto fällt. 

Entfernen sie den Schnee ordentlich vom Dach, dem Heck und der Motorhaube, denn aufwirbelnde Reste verschlechtern Ihre Sicht und die des folgenden Fahrers. Es können sich sogar ganze Eisplatten bilden, die andere Verkehrsteilnehmer gefährden. Der Bußgeldkatalog sieht hierfür eine Strafe von 25 € vor. 

Gucklöcher sind zu klein für einen guten Durchblick

Auch wenn es nicht geschneit oder geregnet hat ist das Fahrzeug morgens dennoch oft mit einer funkelnden Kristallschicht überzogen. Sie müssen die Scheiben vollständig freikratzen, ein kleines Sichtloch wird Ihnen ein Polizist mit einer Strafe von 10 € quittieren - ein zugeschneites Kennzeichen fällt mit 5 € günstiger aus. 

Wem das Kratzen zu mühsam ist oder die Eisschicht zu hartnäckig, der kann auf Entfroster aus der Sprühflasche zurückgreifen. Hinterlässt das Mittel Schlieren auf der Scheibe, dann kommt das vom Glycerin, das dem vorzeitigen Verdunsten des Alkohols entgegenwirkt. Hilfreich sind auch Frostmatten für die Front- und Heckscheibe.

Achtung: Benutzen Sie kein heißes Wasser zum Enteisen der Scheiben. Der schlagartige hohe Temperaturunterschied kann zu einem Riss im Glas führen.

Türschlösser enteisen und angefrorene Türen öffnen

Es ist ratsam die Schlösser besonders zum Winter hin mit Graphit-Öl zu pflegen, bevor man vor vereisten Türschlössern steht. Genauso wie der Tipp das Fläschchen mit dem Türschlossenteiser nicht im Fahrzeug zu lagern, nützt dies wenig, wenn man nicht daran gedacht hat. In diesem Fall hilft ein Fön oder heißes Wasser weiter. Im Gegensatz zu Glas halten die Dichtungen, der Lack und die Metallteile die Temperaturdifferenz problemlos aus. 

Bei angefrorenen Gummidichtungen drücken Sie kräftig gegen die Tür um die Eisschicht zu brechen. Reißen Sie nicht an der Tür, das kann die Dichtung beschädigen. Vorbeugend halten Sie die Gummidichtungen mit geeigneten Pflegemitteln oder Talkum geschmeidig und wasserabweisend.

Beschlagene Scheiben vermeiden

Um Kondenswasser oder Eisbildung innen an den Scheiben zu verhindern sorgen Sie für eine niedere Luftfeuchtigkeit. Klopfen Sie beim Einstieg den Schnee von Kleidung und Schuhen. Füllen Sie eine Socke mit Salz oder Katzenstreu und legen Sie diese über Nacht unter die Frontscheibe. Im Fachmarkt gibt es fertige Entfeuchter. Auch Zeitungspapier unter den Fußmatten speichert Nässe. Drehen Sie die Heizung hoch. Rasierschaum beugt dem Beschlagen vor: Lassen Sie ihn kurz einwirken, bevor Sie die Reste entfernen.